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Wissenschaftliche Arbeiten mit MS-Word

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Alle Angaben beziehen sich auf Vorgaben der RWTH-Aachen. Geringe Abweichungen zu anderen Unis möglich.

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Diese Anleitung gibt einen Ablaufplan vor, wie das Schreiben von Universitäts-Arbeiten mit der Textverarbeitung Microsoft Word am einfachsten voran geht:

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1. Vor der Arbeit: System-Scan
Auch wenn es selbstverständlich sein sollte, überprüfen Sie vor Beginn einer wissenschaftlichen Arbeit, ob Ihre Computer- Soft- und Hardware korrekt arbeitet. Dazu gehört ein gesamter Anti-Virenscan genauso wie eine Überprüfung der Systemstabilität. Ein Betriebssystem, das alle 20 Minuten abstürzt oder Fehlermeldungen ausgibt, kann nicht als Grundlage für stundenlanges Arbeiten dienen. In diesem Fall lieber alles neu installieren... - das schont Nerven und Arbeitszeit. Da wissenschaftliche Arbeiten oft zur Probe ausgedruckt werden, sollte auch daran gedacht werden, eine Reservepatrone oder einen Reservetoner für den Drucker im Schrank stehen zu haben. 

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1.2 Wenn das System Probleme macht
Auch wer Punkt 1 beherzigt, ist nicht davor gefeit, dass das System irgendwann einmal abstürzt. Aber das ist nicht jedesmal gleich eine Katastrophe. Wer besonnen vorgeht, kann seine Dateien oft noch retten:
Drücken Sie EINMAL Strg+Alt+Entf. Vielleicht ist ein anderes Programm schuld, das mit "Task beenden" ausgeschaltet werden kann. Wenn Sie doch den Rechner herunterfahren müssen, stellt Word Ihre Datei vielleicht wieder her. Speichern Sie aber unter einem neuen Namen, falls doch die alte die bessere war. Wenn nichts mehr da ist, können Sie über - Start, - Suchen, *.tmp (oder *.asd), - "innerhalb der letzten 1 Tage" nach Zwischenspeicherungen suche, und diese mit WordPad mal anschauen. Auch diese Versionen können eventuell älter sein, als die zuletzt gespeicherte. 

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2. Die Textverarbeitung
Zwar gibt es viele verschiedenen Textverarbeitungsprogramme - sogar kostenlose - doch die meisten Personen arbeiten mit Word aus dem Hause Microsoft. Daher beziehen sich alle Angaben auf diese Programm. Als Basis wird die Word-Version ab 2000 genommen; da aber dieser nicht all zu wichtige Neuerungen hinzugekommen sind.

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2.1 Nützliche Tastenkombinationen

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Alt+F4 Strg+F4

Schließt (fast) jedes Programm Schließt (fast) jede Datei

 

Strg+Z

Macht die letzte Aktion (meistens) rückgängig

Strg+Y

Wiederholt den letzten Befehl (ebenso F4).

Strg+S

Speichern der Datei

Strg+X

Verschiebt die Markierung in die Zwischenablage.

Strg+C

Kopiert die Markierung in die Zwischenablage.

Strg+V

Fügt die Markierung aus der Zwischenablage am Cursor ein.

 

Strg+Pos1

Führt zum Anfang des Dokuments.

 

Alt+Tab

Wechselt zwischen den geöffneten Fenstern/Programmen.

 

F1

Ruft die Hilfe auf.

F4

Wiederholt den letzten Befehl.

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2.2 Eigene Shortcuts erstellen
Über: - Extras, - Anpassen, - Optionen, - Tastatur

Beispiel:

Sie möchten einen Shortcut zum Löschen von Tabellenzeilen:

- Extras, - Tabelle, - TabellenZeileLöschen, - Strg+Z+L (unter "Neue Tastenkombination drücken:"), - Zuordnen, - Schließen, - Schließen. Wenn Sie jetzt den Cursor in einer Tabellenzeile haben und Strg+Z+L drücken, wird die Zeile gelöscht.

Wenn Sie vergessen haben, was Sie für kluge Shortcuts erstellt haben, drucken Sie diese aus über: - Datei, - Drucken, - Tastenbelegung (in der Liste "Drucken:").

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2.3  Vorlage erstellen
Da wissenschaftliche Arbeiten im Rahmen des Studiums sicherlich nicht nur einmal erstellt werden, lohnt es sich, hierfür eine eigene Dokumentenvorlage zu erstellen. Normalerweise greift Word stets auf NORMAL.DOT zurück. Erstellen Sie eine eigen Vorlage, die sie beispielsweise UNI.DOT nennen.

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Zur Vorgehensweise:

- Datei, - Neu, - Allgemein, -Vorlage (unterhalb von "Neu erstellen"), -OK. Ein Word Fenster wird geöffnet. Machen Sie hier folgende Änderungen:

Seitenränder: überall 2 cm, rechts 4-6 cm für die Korrektur. (unter - Datei, - Seite einrichten)

Zeilenabstand: 1,5 (unter: Format, - Absatz, - Einzüge und Abstände).

Text: Times New Roman, 12 Punkt (unter: - Format, - Zeichen, - Schrift).

Fußnoten: Times New Roman, 10 Punkte (zum Ändern müssen Sie erst eine eingeben über: -Einfügen, - Fußnote)

Überschriften:

- Überschrift erste Ebene: Arial, 14 Punkt, fett

- Überschrift zweite Ebene: Arial, 12 Punkt, fett

- Überschrift dritte Ebene: Arial, 11 Punkt, normal

Vermutlich sind die Schriftarten für den Fließtext und die Fußnote schon so voreingestellt. Die Schriftarten für die Überschriften müssen Sie teilweise ändern:

-Format, - Formatvorlage, - Bearbeiten, - Format, - Zeichen, - (Änderung), - OK, - OK, - Zuweisen.

Das Speichern der neuen Dokumentvorlage: - Datei, - Speichern unter, - uni.dot (neben "Dateiname:"), - Speichern.

Wenn Sie jetzt eine neue Datei öffnen über - Datei, - Neu, steht Ihnen im Register "Allgemein" diese Dokumentvorlage "uni" zur Verfügung. Wenn Sie auf das Symbol für "Neue Datei" klicken, wird aber immer Normal.dot geöffnet.

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2.4 Nicht vergessen: Speichern
Auch wenn es banal klingt, speichern Sie Ihr Geschriebenes so oft als möglich. Nichts ist ärgerlicher, als wenn stundenlange Arbeit für immer verschollen ist. Hierzu einige Tipps:

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Eine neue Datei direkt im Explorer mit einem neuen Namen anlegen und sofort - noch ohne Inhalt - speichern: - Ordner auswählen (oder neuen anlegen), - Datei, - Neu, - Word-Dokument. Diese Datei öffnen, bearbeiten, speichern, Sicherheitskopien erstellen.

Sicherheitskopien anlegen in zwei Stufen:

- Eine nach jeder DIN-A4-Seite.

- Eine in längeren Abständen (z.B. nach einer Woche).

Diese Sicherheitskopien können auf der Festplatte unter einem anderen Namen (z.B. mit einer Ziffer am Ende oder mit dem Datum - ohne Punkt natürlich) angelegt werden. Noch besser ist es, wenn man sie auf einem externen Medium speichert, z.B. auf Diskette oder einer wieder- beschreibbaren CD-R. Fügen Sie am Anfang ihres Dokuments ein Datum ein und Aktualisieren Sie es ständig. Dann wissen Sie immer, welche Datei den letzten Zustand enthält.

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2.5 Besondere Einstellungen für wissenschaftliche Arbeiten

Inhaltsverzeichnisse
müssen auf jeden Fall automatisch erstellt werden. Einmal ist es ohnehin viel leichter, als wenn man es von Hand versucht. Und dann erfolgt die Aktualisierung automatisch.

1. Unter: - Extras, - Optionen, - Ansicht darf keine Häkchen vor "Feldfunktionen" sein.

2. Den Überschriften müssen die entsprechenden Überschriften-Formate zugewiesen sein (nachträgliche Änderungen sind möglich).

3. Noch vor Erstellen des Inhaltsverzeichnisses müssen die Ziffern generiert werden über: - Format, - Nummerierung und Aufzählungszeichen. Nicht von Hand eingeben, sonst werden die Ziffern Teile des Textes.

4. Vorsicht: Das Inhaltsverzeichnis wird dort erstellt, wo gerade der Cursor ist. Also an den Anfang damit!

5. Das generierte Inhaltsverzeichnis steht in einem "Feld" (deshalb ist es grau unterlegt). Für die Bearbeitung gelten besondere Regeln. Zwischen den Überschriften im Inhaltsverzeichnis und den im Text besteht eine Hyperlink-Verbindung. Wenn man im Inhaltsverzeichnis draufklickt, springt der Cursor zur Überschrift im Text.

Kopfzeilen sind nicht unbedingt notwendig, aber doch oft beim Leser willkommen, wenn er schnell zu einer bestimmten Stelle blättern möchte. Sie können die Kapitelüberschrift in die Kopfzeile einbinden: - Ansicht, - Kopf- und Fußzeile. Sollte die erste Seite anders werden, machen Sie das über - Datei, - Seite einrichten (ein Symbol auf der Symbolleiste zu Kopf- und Fußzeile führt da auch hin), - Seitenlayout, - Erste Seite anders. Wenn Sie die Kopfzeile Kapitelweise ändern wollen, müssen Sie mit jedem Kapitel einen neuen "Abschnitt" beginnen: - Einfügen, - Manueller Wechsel, - Nächste Seite (unter: Abschnittswechsel).

Fußzeilen dürfen nicht mit Fußnoten verwechselt werden. Fußzeilen dienen vor allem der Eingabe von Seitenzahlen: - Einfügen, - Seitenzahlen.

Fußnoten einbauen ist ganz einfach: Der Cursor steht hinter dem Wort, auf das sich die Fußnote bezieht: - Einfügen, Fußnote (hier muss AutoWert bzw. Automatisch ausgewählt sein), - OK. Jetzt wird das Fenster geteilt und der Fußnotentext kann eingegeben werden. Wenn nachträglich weitere Fußnoten eingegeben werden, berichtigt Word die Zählung automatisch. Gelöscht werden Fußnoten, indem man im Text die hochgestellte Zahl markiert (am besten mit Shift+Pfeiltasten) und Entf drückt. Eine Kombination von End- und Fußnoten ist möglich, auch die nachträgliche Umwandlung.

Abbildungsverzeichnis Wenn eine Arbeit viele Abbildungen, Formeln und Tabellen enthält, sollte ein Verzeichnis nicht fehlen. Versehen Sie diese Elemente alle mit Beschriftungen:

- Einfügen, - Beschriftung. Wenn eine Kategorie (z.B. Diagramm) nur selten vorkommt, bezeichnen Sie es einfach als Abbildung.

Das Abbildungsverzeichnis wird automatisch erstellt: - Einfügen, - Index und Verzeichnisse, - Abbildungsverzeichnis.

Wenn die Abbildungen für eine Arbeit sehr wichtig sind, kann das Verzeichnis zwischen Inhaltsverzeichnis und Textbeginn stehen, sonst steht es am Schluss.

Literaturverzeichnis Leider kann ein Literaturverzeichnis nicht ebenso automatisch erstellt werden wie ein Inhaltsverzeichnis. Geben Sie Ihre Titel in einer Wordtabelle ein. Ist die Tabelle fertig, können Sie diese alphabetisch ordnen: - Tabelle, - Sortieren... Die Spalten können einzeln formatiert werden, z.B. die Titel in Kapitälchen. Am Schluss wird die Tabelle in Text umgewandelt: - Tabelle, - Umwandeln, - Tabelle in Text.

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2.6 Fehler im Umgang mit Word

Zeilenumbruch: Nie mit der Entertaste, sondern automatisch. Bei jeder Einfügung gibt es sonst Chaos.

Einrücken: Nie mit Leertaste! Mit Tab nur, wenn angeklickt ist: -Extras, - Optionen, - Bearbeiten, - Mit Tab- und Rücktaste linken Einzug festlegen. Sonst mit den Icon "Einzug vergrößern / verkleinern" oder mit dem Lineal (markieren, dann die Dreiecke auf dem Lineal verschieben).

Trennstriche Nie mit Bindestrich, sondern mit "Strg+-". Dann verschwinden die Trennstriche, wenn sich der Zeilenumbruch ändert. Mit Klick auf � (nicht druckbare Zeichen einblenden) werden diese bedingten Trennstriche auf dem Bildschirm sichtbar.

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3. Der richtige Aufbau einer Arbeit

Den sogenannten "Formalien" kommt bei wissenschaftliche Arbeiten - insbesondere solchen, die auch bewertet werden - eine nicht unerhebliche Bedeutung zu. Daher sollte ein entsprechender großzügig bemessener Zeitraum für die Beachtung der formalen Richtlinien eingeplant werden.

 

Rechtschreibung, Interpunktion

Korrekte Rechtschreibung und Interpunktion werden vorausgesetzt. Häufungen von Fehlern führen zu einer schlechteren Benotung. Ein großer Fehler ist es, wenn man sich auf die automatische Rechtschreibkorrektur der Textverarbeitung verlässt. Sie kann nur Fehler im einzelnen Wort erkennen: "Maus" statt "Maut" wird nicht als Fehler aufgeführt. Grammatikalisch falsche Sätze und Zeichenfehler werden auch meistens nicht erkannt.

Umfang und Typographisches

Der Umfang eines wissenschaftlichen Arbeit (hier: Seminararbeit) sollte 20 DIN A4-Seiten (+/-10 %) umfassen (DIN A4, 1 1/2-zeilig, 12 Punkt große Schrift, oberer und unterer Rand 2,5 cm, linker Rand 2,5 cm rechter Rand 3,5). Die Seitenzahlbeschränkung gilt nur für den Textteil.

Die Seiten der Arbeit werden fortlaufend nummeriert. Für die Seiten vor dem Textteil werden römische Zahlen verwendet, anschließend - wieder mit 1 beginnend - arabische Ziffern.

In der Typographie werden serifenlose Schriften (z.B. Arial) als schlechter lesbar für lange Texte eingestuft. Aus diesem Grund findet man auch nur höchst selten ein Buch, das mit einer serifenlosen Schrift gesetzt ist. Die Serifen (z.B. "Times New Roman") bilden für das Auge beim Lesen eine Linie, die das Nachführen der Augen erleichtert. Daher wird empfohlen, für zusammenhängende Texte eine Serifen-Schrift zu verwenden.

Wenn Blocksatz benützt wird, sollte man sich um eine Silbentrennung bemühen, um nicht zu große Lücken zwischen den Wörtern zu erzeugen, denn diese machen es anstrengender, den Text zu lesen. Wenn "von Hand" abgesetzt wird, muss Strg+- benützt werden.

 

Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit

 

Deckblatt

Das Deckblatt soll nach diesem Muster aufgebaut sein (Layout beliebig; evtl. muss für diese Seite der Seitenrand geändert werden):

 

RWTH-Aachen

Institut-Bezeichnung

Seminarkurs [Titel] [Semester]

Titel

Seminararbeit

von

Vorname Name

 

Inhaltsverzeichnis

Hinweise zur Gliederung

Eine folgerichtige und in sich geschlossene Gedankenführung erfordert eine Gliederung mit Neben- und Unterpunkten in logisch einwandfreier Form, d.h. Punkte, die in der Gliederung auf derselben Stufe stehen, müssen inhaltlich und logisch den gleichen Rang einnehmen, von einer übergeordneten Problemstellung ausgehen und in etwa die gleiche Form der Überschrift haben.

Die einzelnen Punkte der Gliederung sind mit den entsprechenden Seitenangaben zu versehen.

 Im Text kann es sinnvoll sein, zwischen einem Oberpunkt und dem nachgeordneten Unterpunkt verbindende und strukturierende Sätze einzufügen.

In der Regel sollte ein Gliederungspunkt nicht kürzer als eine halbe Seitesein.

Unterpunkte sollten keine wortgetreue Wiederholung des übergeordneten Punktes darstellen.

Die Untergliederung erfolgt nach dem numerischen Gliederungsschema:

1
2
2.1
2.1.1
2.1.2
2.2
2.2.1
2.2.2
3

Checkliste:

Auf Punkt 1.1 muss 1.2 folgen usw. (die letzten Ziffern ohne Punkt).

Es müssen jeweils mindestens zwei Unterpunkte vorhanden sein, d.h. unter 1.1 müssen mindestens 1.1.1 und 1.1.2 stehen.

Keine zu tiefe Untergliederung, maximal 4 Stufen (z.B. 3.2.1.1).

Zahlen und Text jeweils linksbündig.

Gliederungspunkte möglichst nicht unterstreichen, nicht einrücken; Hervorhebung durch

Variation der Zeilenabstände, Schriftgröße und/oder Fettdruck; keine Großschreibung, keine Variation der Schriftarten.

Gliederungspunkte auf absolute Übereinstimmung mit dem Text abgleichen (falls nicht automatisch erstellt).

Die Gliederung wird mit dem Titel der Arbeit überschrieben.

Die Gliederung wird von der Seitennummerierung ausgenommen, die Seitennummerierung beginnt auf der 1. Textseite (i.d.R. die Einleitung).

 

Vorwort

Dem Text einer Arbeit kann ein Vorwort vorangestellt werden. Das Vorwort soll nur persönliche Bemerkungen des Verfassers enthalten (z. B. Danksagung für Hilfen bei der Materialsammlung).

 

Einleitung

Die Einleitung soll nicht mehr als 10 % des Gesamttextes umfassen. Meist wird eine thematische Einführung gewählt. Es findet eine Einbettung der konkret behandelten Frage in einen größeren Rahmen satt, etwa:

spezifische inhaltliche Eingrenzung

Darstellung des Vorhabens: Worum geht’s? Was wird wie und mit welchem Ziel gemacht?

Welche Frage soll beantwortet, unter welchem Blickwinkel soll ein Text gelesen, ein Problem gelöst werden etc.?

Hinweise zum methodischen Vorgehen

Evtl. Erläuterung der Gliederung (warum wird gerade so gegliedert?)

 

Hauptteil

Im Hauptteil muss Folgendes beachtet werden:

Zitate

Das Zitat sollte genau das und nur das enthalten, was man mit dem Zitat belegen möchte.

Ist die zu zitierende Literatur unmittelbar zugänglich, so ist das Zitat der Primärquelle zu entnehmen. Ist das nicht der Fall und muss es anhand sog. Sekundärliteratur zitiert werden, so ist diese Übernahme kenntlich zu machen (z. B. durch: "zitiert nach...." ).

Mit längeren wörtlichen Zitaten ist sparsam umzugehen. Wörtliche Zitate sind da angebracht, wo es auf den Wortlaut ankommt. Sie müssen durch Anführungsstriche kenntlich gemacht und in einer Fußnote ausgewiesen werden.

Auslassungen innerhalb der Zitate sind durch drei Punkte zu kennzeichnen. Ergänzungen des Zitats durch den Verfasser sind in runde Klammern zu setzen und als solche zu kennzeichnen. Hervorhebungen, die nicht im Original stehen, müssen als solche erkennbar sein (z. B. durch den Hinweis:  "Hervorhebung vom Verf.").

Auch nicht wörtlich übernommene Gedankengänge sind durch Hinweis auf den zugrundeliegenden Text als Übernahme durch eine Fußnote oder den Verweis "nach..." bzw. "vgl." deutlich zu machen. Sind die Gedankengänge fast wörtlich übernommen, gehören sie in ‚Einzelanführungszeichen‘.

Alle Hinweise auf die Fußnoten werden im Text durch hochgestellte arabische Ziffern (ohne Klammern) gekennzeichnet.

Ein anderes Zitierschema (als das mit Fußnoten) setzt sich zunehmend durch. Es ist das sog. Harvard-System. Hier wird im fortlaufenden Text auf die Quelle verwiesen, indem man den Namen des/der Autors/in, das Erscheinungsjahr und die Seite angibt. Hat der Autor in einem Jahr mehrere Bücher oder Artikel veröffentlicht, aus denen zitiert wird, so wird der Jahresangabe ein a, b, c etc. angehängt. Beispiel:"........" (Mustermann, 2003 b, S. 3). Im Literaturverzeichnis am Ende der gesamten Arbeit findet sich dann die genaue bibliographische Angabe zu der benutzten Quelle.

Zitierweise

Zitatnachweise enthalten mindestens: Verfasser, Kurztitel, Seitenzahl. Genauere  Angaben zu Titel, Erscheinungsjahr und -ort sind in das Literaturverzeichnis aufzunehmen.

Wird dieselbe Quelle mehrfach zitiert, genügt vom zweiten Zitat ab die Nennung des Verfassers mit dem Hinweis "a.a.O." (am angeführten Ort) und der entsprechenden Seitenzahl. Bei Verwendung mehrerer Quellen desselben Verfassers, ist zur Vermeidung von Verwechslungen vom zweiten Male ab der Titel der jeweiligen Quelle - evtl. in Kurzform - zu nennen. Wird derselbe Verfasser auf einer Textseite mindestens zweimal hintereinander zitiert, kann die zweite Quelle mit dem Hinweis "Derselbe" (bei wörtlicher Wiedergabe) oder "Vgl. derselbe" (bei sinngemäßer Wiedergabe), bei gleichem Werk nur mit dem Hinweis "Vgl. ebenda" mit Seitenzahl angegeben werden.

Auch indirekte Zitate werden durch Fußnotenangabe im Text gekennzeichnet.

Beispiel:

Eine Kaufoption gibt dem Käufer das Recht, ein zugrundeliegendes Gut in einer bestimmten Frist oder zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem bestimmten Preis zu kaufen.1

_____________________________
1. Vgl. Mustermann, Karl-Heinz (2003, S. 134).

 

Für das Zitieren aus dem Internet wird folgende Zitierweise vorgeschlagen:

Name und Vorname des Autors bzw. der Autoren (falls nicht bekannt: "o. V."),

Erscheinungsjahr (bzw. "o. J."),

Titel des Beitrags

falls möglich weitere bibliographische Angaben

Unique Resource Locator (URL) und

Datum der Recherche.

Der URL setzt sich folgendermaßen zusammen: http://hostname/verzeichnis/dateiname.

 

Fußnoten

Auch sachliche Randbemerkungen des Verfassers, die über den eigentlichen Inhaltsrahmen der Arbeit hinausgehen, sind in Fußnoten aufzunehmen. Fußnoten werden vom Textteil der Seite durch einen kurzen Strich abgegrenzt. Wenn sich die Fußnote auf den ganzen Satz bezieht, steht die Ziffer nach dem schließenden Satzzeichen; wenn die Fußnote sich nur auf das unmittelbar vorangehende Wort oder eine unmittelbar vorangehende Wortgruppe bezieht, steht die Ziffer vor dem schließenden Satzzeichen. Fußnoten fangen immer mit Großbuchstaben an und enden mit Punkten. Eine Fußnote kann, wenn dies unvermeidbar ist, auf der folgenden Seite fortgesetzt werden. Sie wird ohne eine Kenntlichmachung unter dem Text der folgenden Seite, wieder durch einen Strich abgetrennt, zu Ende geschrieben.

Fußnoten können jeweils am Seiten-Ende aufgeführt werden oder gebündelt am Ende des Kapitels oder der gesamten Arbeit stehen. Ob die Nummerierung der Fußnoten die Arbeit durchläuft, oder in jedem Kapitel oder auf jeder Seite wieder neu beginnt, ist beliebig. Wichtig ist die Einheitlichkeit des Vorgehens in der gesamten Arbeit.

 

Abbildungen

Graphiken, Tabellen etc. werden einheitlich als Abbildungen behandelt. Der Vorteil einer Abbildung liegt oftmals darin, dem Leser einer wissenschaftlichen Arbeit komplizierte Sachverhalte klarer darzustellen, als das mit einer rein verbalen Beschreibung möglich wäre.

Die Schriftgröße für Beschriftungen sollte 10 sein.

Alle Abbildungen der Arbeit sind in einem Abbildungsverzeichnis aufzuführen. Dieses wird dem Inhaltsverzeichnis nachgestellt und evtl. dem Abkürzungsverzeichnis vorangestellt.

Tabellen und Abbildungen werden fortlaufend nummeriert. Die Angabe der Quelle ist in der Bildunterschrift (oder als Fußnote) erforderlich, wenn sie aus fremden Arbeiten übernommen wurde.

 

Schluss

Dieser Teil kann mit einer Überschrift versehen werden, die erkennen lässt, ob der Verfasser eine Zusammenfassung seiner Ergebnisse, eine knappe Darstellung seiner Thesen oder einen Ausblick auf ungelöste Probleme beabsichtigt.

Neben einer notwendigen Zusammenfassung des erarbeiteten Resultats empfiehlt sich auch, eine Bewertung des Ergebnisses vorzunehmen. Außerdem können ein Ausblick auf sich anschließende Probleme oder Fragen, die Thematisierung eines Problems, welches im Hauptteil nur anklang, der sich aber als wichtig erwies, etc. formuliert werden.

 

Anhangsverzeichnis und Anhang

Hauptbestandteile eines Anhangs sind ergänzende Materialien, wie z. B. größere tabellarische und graphische Darstellungen, Fotokopien, längere Quellentexte etc. Oft dient der Anhang im Rahmen von empirischen Arbeiten der Abbildung des Fragebogens sowie der Darstellung der statistischen Ergebnisse.

Die Abbildungen des Anhangs werden fortlaufend nummeriert, wobei jedoch neu, d. h. unabhängig von der Nummerierung der Abbildungen, durchgezählt wird.

Im Rahmen von Seminararbeiten kann es durchaus sinnvoll sein, Experten zu interviewen. Wichtige Ergebnisse dieser Interviews können in der Arbeit unter Verweis auf das Gespräch angegeben werden. Ein Verzeichnis der geführten Expertengespräche sollte folgende Angaben enthalten:

- Name und Vorname des Gesprächpartners

- gegebenenfalls Funktion des Gesprächpartners

- Ort und Termin, an dem das Gespräch stattgefunden hat.

Dem Anhang ist generell ein Anhangsverzeichnis voranzustellen.

 

Literaturverzeichnis

Je nach dem Inhalt der Arbeit kann die Ordnung der Literatur und der Quellen nach verschiedenen Kriterien vorgenommen werden, bzw. nach einer Kombination mehrerer Kriterien. Die geläufigsten sind:

- alphabetisch nach Verfassern geordnet

- nach Art der Quellen geordnet

- nach Hauptgliederungspunkten der Arbeit geordnet.

Es werden nur die Quellen angegeben, auf die im Text bzw. in Fußnoten Bezug genommen wurde, und zwar in alphabetischer Reihenfolge nach den Verfassernamen. Die einzelnen Angaben zur Bezeichnung von Quellen im Literaturverzeichnis sind den Quellen selbst zu entnehmen. Grundsätzlich enthält jede Quellenangabe vier Hauptbestandteile, nämlich:

den (die) Namen und Vorname(n) des Autors (der Autoren) (falls kein Autor bekannt ist, muss die betreffende Quelle unter "o. V." alphabetisch eingeordnet werden. Akademische Grade und Titel werden nicht genannt),

das Erscheinungsjahr,

den Titel des Beitrags

bei Büchern, Dissertationen etc. ist nur die Nennung des ersten Ortes nötig. Bei

zwei oder mehreren Orten erfolgt der Hinweis "... u. a." (z. B. Berlin u. a.).

Die Angabe des Verlages entfällt.

Beispiele:

Bei Büchern:
Verfasser, Vorname, Titel, Erscheinungsort Auflage, Jahr.
Bei mehreren Erscheinungsorten braucht nur der erstgenannte angegeben werden.

Bei Beiträgen aus Büchern:
Verfasser, Vorname, Titel. In: Verfasser , Vorname (Hg.), Buchtitel, Erscheinungsort Jahr

Bei Heften aus Schriftenreihen:
Verfasser, Vorname, Titel. Schriftenreihentitel Nr. des Bandes bzw. Jahrgang (Jahr) Seitenzahlen

Bei Artikeln in Zeitschriften:
Verfasser, Vorname, Titel des Artikels. Titel der Zeitschrift Jahrgang Nr. des Heftes (Jahr) Seitenzahlen.

Quellenverzeichnis

Ein LV wird zum Quellenverzeichnis, wenn neben den Literaturangaben auch andere Quellen (Karten, Gesetze, Archivalien u.a.) aufgenommen werden.

Eine Trennung erleichtert die Übersichtlichkeit.


Beispiel:

a) Literatur: ...

b) Karten: ...

c) mündliche Auskünfte: ...

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