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DIN 5008 - Brief

Als Beispiel für einen Standard-Brief wird ein Brief nach der Richtlinie DIN 5008 gewählt. Der Aufbau gestaltet sich folgendermaßen:


- Beim Anklicken der Buchstaben gibt es weitere Informationen -

 

A = Absender
B =  Datum
C = Empfänger
D = Betreff
E = Anrede
F =  Text
G = Gruß
H = Unterschrift
I = Anlage
J = Verteiler
K = Skriptum



 

 

zu A:  Absender

In der DIN-Norm 5008 sind die Absenderangaben untereinander abgedruckt, wie das nachfolgende Beispiel zeigt:.

       Michael Mustermann
Musterstraße 12
12345 Musterort
(0123) 45 67 89

Zu Absenderangaben gehören alle Angaben, die für den Empfänger wichtig sind, um dem Absender zu erreichen. So auch - insoweit vorhanden - Telefax, Mobil-Telefon (Handy) und eMail.

Ist eine Internet-Webseite vorhanden, sollte diese auch ruhig auf dem Briefbögen angegeben werden  - es könnte für den Empfänger hilfreich sein.

Noch ein Tipp: Schreiben Sie den Absender mit Vornamen. Dann kommen die Antworten auch mit der richtigen Anrede (Herr / Frau) zurück. Trennen Sie zusätzliche Angaben deutlich von Ihrer Postanschrift. Also eine Leerzeile Abstand, dann erst Angaben wie den Werbeslogan.

Position:  Das Absenderfeld wird ca. 1,8 cm vom oberen Rand (5. Zeile bei der Gestaltung mit der Schreibmaschine) geschrieben.


zu B:  Datum

Das Datum im DIN-Brief wird entsprechend dem amerikanischem Vorbild mit einem Bindestrich und in - aus deutscher Sicht - in "umgekehrter Reihenfolge" gestaltet:

Jahr-Monat-Tag

In Zahlen ausgedrückt könnte das wie folgt aussehen:

Erweiterte Version:        1974-03-21

Verkürzte Version:            74-03-21

Wem diese Schreibweise nicht gefällt oder wer sie zu umständlich findet, der kann die alphanumerische Schreibweise benutzen, die ebenfalls nach der DIN erlaubt ist. Die vorstehende "0" bis zum zehnten Monatstag entfällt.

 

Beispiel: nicht aber so:
3. März 1974 03. März 1974
3. März 1974 03. März 74
3. März 1974 03. Mär. 74

 

Generell gilt: Die DIN-Richtlinien bevorzugen bei der numerischen Schreibweise folgende Form: 21.03.74. Für persönliche Schreiben empfiehlt sich das Ausschreiben des Monats in Form von: 21. März 1974.


Position:  Das Datum wird in der Zeile des Absender-Ortes bei ca. 2,5 cm vom oberen Rand geschrieben. Der Bestimmungsort muss nicht dazu, er kann.


zu C:  Empfänger

 

Zeile

Zeileninhalt

1
2
3
4
5
6
7
8
9
Versendungsform, Sendungsart und Vorausverfügungen...
... können bis zur 3. Zeile ausgedehnt werden,
... dann wird die 3. Zeile unterstrichen
Empfängerbezeichnung
2. Zeile Empfängerbezeichnung
3. Zeile Empfängerbezeichnung
Straße und HausNr./ Postfach oder "postlagernd"
zwingend vorgeschriebene Leerzeile
Postleitzahl und Ort

Dabei versteht man unter "Versendungsform" beispielsweise Einschreiben, Luftpost, Eilzustellung, Nachnahme usw. Mit "Sendeart" sind Drucksache, Büchersendung, Warensendung, Päckchen usw. gemeint. Vorausverfügung können sein: nicht nachsenden, wenn unzustellbar - zurück. 

Eine typische Empfänger-Anschrift könnte wie folgt aussehen:

 

Beispiel I:   Beispiel II:
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Warensendung
Eilzustellung
Nicht nachsenden
Mustermann GmbH
Speditionsabteilung
Herrn Mustermann
Musterstraße 123

12345 Musterort
  1
2
3
4
5
6
7
8
9
Einschreiben
Eilzustellung

Bauamt Musterort
Rechtsberatung
Postfach 12 34 46

12345 Musterort

Wenn Sie Ihre Gesprächspartnerin oder Ihren Gesprächspartner ansprechen wollen, deren Geschlecht aber nicht kennen, schreiben Sie einfach: 


Frau oder Herrn
M. Mustermann
Musterstraße 123
12345 Musterort

   
Bei Schreiben ins Ausland sind kleinere Abweichungen bezüglich der Empfängerzeile zu beachten:

Zeile Zeileninhalt
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Sendungsart / Versendungsform / Vorausverfügung

Empfängerbezeichnung
2. Zeile Empfängerbezeichnung
Straße mit Haus-Nr./ Postfach oder "postlagernd"
zwingend vorgeschriebene Leerzeile
Postleitzahl und Ort

Bestimmungsland


Ein passendes Beispiel würde wie folgt aussehen: 


Beispiel I:   Beispiel II:
1
2
3
4
5
6
7
8
9

Air Mail

McMuster Inc.
3052 Mustertown Rd.
New Country, Pa. 12345



USA

  1
2
3
4
5
6
7
8
9



Mevr. Claudia Holland
123, Maasdam
NL-1234 DEN HAAG 





zu D:  Betreff

Der Betreff kann deutlich hervorgehoben werden. Er gilt inzwischen als Briefüberschrift und sollte daher nie negativ formuliert sein. Er führt den Empfänger sehr kurz und prägnant in den Sachverhalt.

Der Behandlungsvermerk (z. B. EILT) kann rechts in der letzten Betreffzeile bei ca. 10 cm angefügt werden. Er sollte hervorgehoben werden.

Position: Der Betreff wird mindestens zwei Zeilen unter dem Empfängerfeld vermerkt.


zu E: Anrede

Die Anrede erfolgt meist im Stil von   

  • Sehr geehrte Damen und Herren,

  • Sehr geehrte Frau Meier, 

  • Sehr geehrter Herr Meier,

Diese Formulierungen sind förmlich und immer angebracht. Ist der Briefpartner bekannt bzw. möchte man seine Anrede auflockern, gibt es folgende Anrede-Varianten:

  • Sehr verehrte Frau Mustermann,

  • Sehr verehrte, liebe Frau Mustermann,

  • Lieber Herr Mustermann,

  • Hallo Herr Mustermann,

  • Guten Tag, sehr geehrte Frau Mustermann.

Jedoch sollte man bedenken, dass diese Anreden nicht der Norm entsprechen und man daher nicht sicher sein kann, wie ein Empfänger diese Anrede-Form aufnimmt.

Position: Die Anrede wird mindestens zwei Zeilen unter dem Betreff platziert.


zu F:  Text

  • Für die Gestaltung des Textes sind folgende Regeln zu beachten:

  • Für wenig Text kann jetzt auf eine Eineinhalb-Schaltung umgestellt werden.

  • Absätze werden durch eine Leerzeile getrennt.

  • Einrückungen in gleichmäßigen Abständen ermöglichen eine Gestaltung von übersichtlichen Texten.

  • Vor und hinter dem eingerückten Text gehört eine Leerzeile.

  • Markieren Sie Signalwörter.

  • Im Textverarbeitungsprogramm kann zwar der Text umgestaltet werden, aber nur die standardisierte Eingabe ist rationell!

Bei mehrseitigen Texten sollte auf Folgeseiten hingewiesen werden, zum Beispiel durch drei Punkte am Seitenende. Auf Folgeseiten eventuell Empfänger in Kurzform und Datum, sowie Seitenzahl statt Briefkopf wiederholen.

Gliederungsmöglichkeiten und Hervorhebungen machen Ihren Text interessant. Zum Beispiel durch Fettschrift lassen sich wichtige Teile in Ihrem Text deutlich machen.


zu G: Gruß

Der Gruß am Ende des Briefes ist wiederum individuell gestaltbar, wobei man jedoch zwei Dinge beachten sollte: die Floskel "Hochachtungsvoll" ist genauso veraltet wie den letzten Satz in den Gruß zu ziehen. Weitere Möglichkeiten für die Formulieren des Grußes:

  • Mit freundlichen Grüßen

  • Freundliche Grüße

  • Mit freundlichem Gruß

  • Mit besten Grüßen

  • Herzliche Grüße

  • Mit herzlichen Grüßen 

  • Mit den besten Grüßen aus ...

  • Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen

  • Mit den besten Wünschen für ein schönes Wochenende

Position:  Der Gruß wird eine Zeile unter dem Text angesiedelt.


zu H: Unterschrift

Nicht nur wenn Ihre Unterschrift schwer zu entziffern ist sollten Sie den Ihren Namen wiederholen.

 

Mit freundlichen Grüßen aus Musterort

Ihr

Michael Mustermann
Herzliche Grüße 

Ihre

Michaela Muster 

 

Bei mehreren Unterschriften steht die der/des Ranghöheren links.

Position: Die Wiederholung des Namen wird vier Zeilen unter dem Gruß bzw. dem Firmennamen bzw. alternativ zwei Zeilen unter dem Zusatz zur Kennzeichnung der Vollmacht angebracht.


zu I:  Anlagevermerk

Der Anlagevermerk beginnt mit dem Wort Anlage, das unterstrichen oder sogar weggelassen werden kann. Darunter kann der Inhalt der Anlage wiederholt werden, muss er aber nicht.

Position: Der Anlagevermerk wird drei Zeilen unter den Gruß geschrieben. Ist unter dem Gruß nicht genug Platz, wird der Anlagevermerk bei ca. 12,5 cm neben den Gruß geschrieben.


zu J: Verteilervermerk

Der Verteilervermerk beginnt meist mit dem Wort "Verteiler". Es kann unterstrichen werden. Möglich ist nach DIN-Norm aber auch das Weggelassen dieses Wortes.  Unter diesem Stichwort werden die Namen der Personen aufgelistet, die eine Kopie des Schreibens erhalten.

Position:  Der Verteilervermerk wird eine Zeile unter dem Anlagenvermerk verfasst. Ist unter dem Anlagenvermerk bzw. dem Gruß nicht genug Platz, wird der Verteilervermerk bei ca. 12,5 cm neben den Gruß bzw. eine Zeile unter den Anlagenvermerk geschrieben.


zu K: Postskriptum

PS wird gewöhnlich ohne Abkürzungspunkte geschrieben, kann aber auch ganz weggelassen werden. Das PS wird in Werbe- oder Verkaufsbriefen als stilistisches Mittel eingesetzt, um wichtige Aussagen besonders hervorzuheben.

Position: Das Postskriptum (PS)  mit etwas Abstand unterhalb der letzten Zeile des Briefes verfasst.

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