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zu A: Absender
In der DIN-Norm 5008 sind die
Absenderangaben untereinander abgedruckt, wie das
nachfolgende Beispiel zeigt:.
Michael Mustermann
Musterstraße 12
12345 Musterort
(0123) 45 67 89
Zu Absenderangaben gehören alle
Angaben, die für den Empfänger wichtig sind, um dem
Absender zu erreichen. So auch - insoweit vorhanden -
Telefax, Mobil-Telefon (Handy) und eMail.
Ist eine Internet-Webseite
vorhanden, sollte diese auch ruhig auf dem Briefbögen
angegeben werden - es könnte für den Empfänger
hilfreich sein.
Noch ein Tipp: Schreiben Sie
den Absender mit Vornamen. Dann kommen die Antworten auch
mit der richtigen Anrede (Herr / Frau) zurück. Trennen Sie
zusätzliche Angaben deutlich von Ihrer Postanschrift. Also
eine Leerzeile Abstand, dann erst Angaben wie den
Werbeslogan.
Position:
Das Absenderfeld wird ca. 1,8 cm vom oberen Rand (5. Zeile
bei der Gestaltung mit der Schreibmaschine) geschrieben.
zu B:
Datum
Das Datum im
DIN-Brief wird entsprechend dem amerikanischem Vorbild mit
einem Bindestrich und in - aus deutscher Sicht - in
"umgekehrter Reihenfolge" gestaltet:
Jahr-Monat-Tag
In Zahlen ausgedrückt könnte
das wie folgt aussehen:
Erweiterte
Version:
1974-03-21
Verkürzte
Version:
74-03-21
Wem diese
Schreibweise nicht gefällt oder wer sie zu umständlich
findet, der kann die alphanumerische Schreibweise benutzen,
die ebenfalls nach der DIN erlaubt ist. Die vorstehende
"0" bis zum zehnten Monatstag entfällt.
| Beispiel: |
nicht
aber so: |
| 3.
März 1974 |
03.
März 1974 |
| 3.
März 1974 |
03.
März 74 |
| 3.
März 1974 |
03.
Mär. 74 |
Generell gilt:
Die DIN-Richtlinien bevorzugen bei der numerischen
Schreibweise folgende Form: 21.03.74. Für persönliche
Schreiben empfiehlt sich das Ausschreiben des Monats in Form
von: 21. März 1974.
Position: Das
Datum wird in der Zeile des Absender-Ortes bei ca. 2,5 cm
vom oberen Rand geschrieben. Der Bestimmungsort muss nicht
dazu, er kann.
zu C:
Empfänger
| Zeile |
Zeileninhalt
|
1
2
3
4
5
6
7
8
9 |
Versendungsform,
Sendungsart und Vorausverfügungen...
... können bis zur 3. Zeile ausgedehnt werden,
... dann wird die 3. Zeile unterstrichen
Empfängerbezeichnung
2. Zeile Empfängerbezeichnung
3. Zeile Empfängerbezeichnung
Straße und HausNr./ Postfach oder
"postlagernd"
zwingend vorgeschriebene Leerzeile
Postleitzahl und Ort |
Dabei versteht
man unter "Versendungsform" beispielsweise
Einschreiben, Luftpost, Eilzustellung, Nachnahme usw. Mit
"Sendeart" sind Drucksache, Büchersendung,
Warensendung, Päckchen usw. gemeint. Vorausverfügung können
sein: nicht nachsenden, wenn unzustellbar - zurück.
Eine typische
Empfänger-Anschrift könnte wie folgt aussehen:
| Beispiel
I: |
|
Beispiel
II: |
1
2
3
4
5
6
7
8
9 |
Warensendung
Eilzustellung
Nicht nachsenden
Mustermann GmbH
Speditionsabteilung
Herrn Mustermann
Musterstraße 123
12345 Musterort |
|
1
2
3
4
5
6
7
8
9 |
Einschreiben
Eilzustellung
Bauamt Musterort
Rechtsberatung
Postfach 12 34 46
12345 Musterort |
Wenn Sie Ihre
Gesprächspartnerin oder Ihren Gesprächspartner ansprechen
wollen, deren Geschlecht aber nicht kennen, schreiben Sie
einfach:
Frau oder Herrn
M. Mustermann
Musterstraße 123
12345 Musterort
|
Bei Schreiben ins Ausland sind kleinere Abweichungen bezüglich der Empfängerzeile zu beachten:
| Zeile |
Zeileninhalt |
1
2
3
4
5
6
7
8
9 |
Sendungsart
/ Versendungsform / Vorausverfügung
Empfängerbezeichnung
2. Zeile Empfängerbezeichnung
Straße mit Haus-Nr./ Postfach oder
"postlagernd"
zwingend vorgeschriebene Leerzeile
Postleitzahl und Ort
Bestimmungsland |
Ein passendes Beispiel würde wie folgt aussehen:
| Beispiel
I: |
|
Beispiel
II: |
1
2
3
4
5
6
7
8
9 |
Air
Mail
McMuster Inc.
3052 Mustertown Rd.
New Country, Pa. 12345
USA
|
|
1
2
3
4
5
6
7
8
9 |
Mevr. Claudia Holland
123, Maasdam
NL-1234 DEN HAAG
|
zu D:
Betreff
Der Betreff kann
deutlich hervorgehoben werden. Er gilt inzwischen als Briefüberschrift
und sollte daher nie negativ formuliert sein. Er führt den
Empfänger sehr kurz und prägnant in den Sachverhalt.
Der
Behandlungsvermerk (z. B. EILT) kann rechts in der letzten
Betreffzeile bei ca. 10 cm angefügt werden. Er sollte
hervorgehoben werden.
Position:
Der Betreff wird mindestens zwei Zeilen unter dem Empfängerfeld
vermerkt.
zu E: Anrede
Die Anrede
erfolgt meist im Stil von
-
Sehr
geehrte Damen und Herren,
-
Sehr
geehrte Frau Meier,
-
Sehr
geehrter Herr Meier,
Diese
Formulierungen sind förmlich und immer angebracht. Ist der
Briefpartner bekannt bzw. möchte man seine Anrede
auflockern, gibt es folgende Anrede-Varianten:
-
Sehr
verehrte Frau Mustermann,
-
Sehr
verehrte, liebe Frau Mustermann,
-
Lieber
Herr Mustermann,
-
Hallo
Herr Mustermann,
-
Guten
Tag, sehr geehrte Frau Mustermann.
Jedoch sollte
man bedenken, dass diese Anreden nicht der Norm entsprechen
und man daher nicht sicher sein kann, wie ein Empfänger
diese Anrede-Form aufnimmt.
Position:
Die Anrede wird mindestens zwei Zeilen unter dem Betreff
platziert.
zu F:
Text
-
Für die
Gestaltung des Textes sind folgende Regeln zu beachten:
-
Für wenig
Text kann jetzt auf eine Eineinhalb-Schaltung umgestellt
werden.
-
Absätze
werden durch eine Leerzeile getrennt.
-
Einrückungen
in gleichmäßigen Abständen ermöglichen eine
Gestaltung von übersichtlichen Texten.
-
Vor und
hinter dem eingerückten Text gehört eine Leerzeile.
-
Markieren
Sie Signalwörter.
-
Im
Textverarbeitungsprogramm kann zwar der Text umgestaltet
werden, aber nur die standardisierte Eingabe ist
rationell!
Bei mehrseitigen
Texten sollte auf Folgeseiten hingewiesen werden, zum
Beispiel durch drei Punkte am Seitenende. Auf Folgeseiten
eventuell Empfänger in Kurzform und Datum, sowie Seitenzahl
statt Briefkopf wiederholen.
Gliederungsmöglichkeiten
und Hervorhebungen machen Ihren Text interessant. Zum
Beispiel durch Fettschrift lassen sich wichtige Teile in
Ihrem Text deutlich machen.
zu G: Gruß
Der Gruß am
Ende des Briefes ist wiederum individuell gestaltbar, wobei
man jedoch zwei Dinge beachten sollte: die Floskel
"Hochachtungsvoll" ist genauso veraltet wie den
letzten Satz in den Gruß zu ziehen. Weitere Möglichkeiten
für die Formulieren des Grußes:
-
Mit
freundlichen Grüßen
-
Freundliche
Grüße
-
Mit
freundlichem Gruß
-
Mit besten
Grüßen
-
Herzliche
Grüße
-
Mit
herzlichen Grüßen
-
Mit den
besten Grüßen aus ...
-
Mit
herzlichen Grüßen und den besten Wünschen
-
Mit den
besten Wünschen für ein schönes Wochenende
Position:
Der Gruß wird eine Zeile unter dem Text angesiedelt.
zu H:
Unterschrift
Nicht nur wenn
Ihre Unterschrift schwer zu entziffern ist sollten Sie den
Ihren Namen wiederholen.
Mit freundlichen Grüßen
aus Musterort
Ihr
Michael Mustermann |
Herzliche Grüße
Ihre
Michaela Muster |
Bei mehreren
Unterschriften steht die der/des Ranghöheren links.
Position:
Die Wiederholung des Namen wird vier Zeilen unter dem Gruß
bzw. dem Firmennamen bzw. alternativ zwei Zeilen unter dem
Zusatz zur Kennzeichnung der Vollmacht angebracht.
zu I:
Anlagevermerk
Der
Anlagevermerk beginnt mit dem Wort Anlage, das unterstrichen
oder sogar weggelassen werden kann. Darunter kann der Inhalt
der Anlage wiederholt werden, muss er aber nicht.
Position:
Der Anlagevermerk wird drei Zeilen unter den Gruß
geschrieben. Ist unter dem Gruß nicht genug Platz, wird der
Anlagevermerk bei ca. 12,5 cm neben den Gruß geschrieben.
zu J:
Verteilervermerk
Der Verteilervermerk beginnt
meist mit dem Wort "Verteiler". Es kann
unterstrichen werden. Möglich ist nach DIN-Norm aber auch
das Weggelassen dieses Wortes. Unter diesem Stichwort
werden die Namen der Personen aufgelistet, die eine Kopie
des Schreibens erhalten.
Position:
Der Verteilervermerk wird eine Zeile unter dem
Anlagenvermerk verfasst. Ist unter dem Anlagenvermerk bzw.
dem Gruß nicht genug Platz, wird der Verteilervermerk bei
ca. 12,5 cm neben den Gruß bzw. eine Zeile unter den
Anlagenvermerk geschrieben.
zu K:
Postskriptum
PS wird gewöhnlich
ohne Abkürzungspunkte geschrieben, kann aber auch ganz
weggelassen werden. Das PS wird in Werbe- oder
Verkaufsbriefen als stilistisches Mittel eingesetzt, um
wichtige Aussagen besonders hervorzuheben.
Position:
Das Postskriptum (PS) mit etwas Abstand unterhalb
der letzten Zeile des Briefes verfasst.
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