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Der Aufbau eines Textes

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Der nachfolgende Leitfaden soll einen Überblick darüber geben, wie man einen Brief, eine eMail oder ein Fax anfängt und wie man es rationell und effektiv zu Ende führt. 

Die meisten Schreiben bzw. Texte haben das Ziel, den Empfänger eine bestimmte Situation zu schildern und ihn zudem noch davon zu überzeugen, dass der vom Absender (also Ihnen) vorgeschlagene Lösungsweg der Richtige ist. - Doch wie schreibt man so einen Text? Nachfolgend die Vorgehendweise im Detail: 

Vorbereitung

Für die Vorbereitung von Schreiben welcher Art auch immer empfiehlt sich als erstes eine Stoffsammlung. Überdenken Sie, was Sie aussagen möchten. Eine einfache Gliederung der Stoffsammlung (Ihrer Notizen) besteht aus drei Teilen:

  • Anfang  - etwa die Beschreibung der Sachlage   

  • Hauptteil - etwa die Problemstellung                 

  • Schluss  -  etwa die Aufforderung zur Aktion     

Tipp: Was am Anfang oder am Ende eines Schreibens steht, ist am prägnantesten, da viele Menschen eine Brief zunächst nur überfliegen und dabei Anfang und Ende des Briefes lesen.

Eine wichtige Voraussetzung zum Gelingen Ihres Schreibens liegt darin, dass ein Gedankengang auf den anderen folgt. Sind die Gedankenflüsse für den Empfänger nachvollziehbar, dann ist auch die Nachricht insgesamt verständlich.

Der erste Schritt

Für den ersten Schritt empfiehlt sich der Aufbau der äußeren Form. Hierfür sind zwei Punkte besonders wichtig: 

  • notieren Sie alle wichtigen Daten für das Schreiben

  • welche Form von Schreiben Sie verfassen möchten

Diese beiden Punkte sind wichtig, da sie durch die Festlegung einer äußeren Form wird das Schreiben beschleunigt. So kann eine Starthilfe gegeben werden, wobei das wiederholte Auseinandersetzen mit den wichtigsten Daten eine Wiederholung der Inhaltspunkte bedeutet. Sie ergibt eine Gedankenstruktur und damit die Gliederung für das Schreiben.

Der zweite Schritt

Im zweiten Schritt setzen Sie Ihre Gedanken in geschriebene Sprache um. Hierzu folgende Ratschläge:

  • bleiben Sie Ihrem Gedankengang treu,    

  • verwenden Sie simple Formulierung,     

  • halten Sie sich vor Augen, wie der Empfänger versteht,

  • fragen Sie sich immer wieder: "Was wollte ich sagen?"

Nach diesen eher etwas allgemein gehaltenen Hinweisen nachfolgend einige konkrete Tipps zum Aufbau eines Briefes (oder eines sonstigen Schreibens).

 


 

Der Aufbau eines Briefes

In unserer Gliederung halten wir uns wieder an die zuvor bereits kennengelernten Oberpunkte "Anfang", "Hauptteil" und "Schluss". Wie diese richtig mit Leben zu füllen sind, verrät das folgende Kapitel:

 

Anfang

Am Anfang eines Briefes sollte man nie:

  • den Betreff wiederholen,

  • einen negativen Eindruck verursachen - etwa mit "leider" beginnen

  • eine Phrase schreiben - "wir haben Ihren Brief erhalten".

Vielmehr empfiehlt es sich für den Anfang:

  • direkt - ohne Umschweife - mit der Sache zu beginnen, 

  • mit einem Dank anzufangen - "vielen Dank ...",

  • sofort eine Lösung für ein Problem ansagen - "nie wieder Sorgen mit ...",

  • eine Zustimmung zu geben - "wir freuen uns ...",

  • Gemeinsamkeit zu schaffen, besonders bei schwierigen Briefen - "Sie haben völlig recht, ...",

  • mitzuteilen, was in der Angelegenheit bereits unternommen wurde - "Für Ihre Bestellung haben wir bereits Sonderposten in China bestellt.",

  • den Ehrgeiz Ihres Gesprächspartners zu provozieren - "haben Sie schön öfter ...",

  • zu zeigen, dass Sie sich in der Branche Ihres Empfängers gut auskennen,

  • Sympathie durch gleiche Denkweise, Verständnis und Humor zu vermitteln.

Tipp: Man sollte sich immer vor Augen halten: Der Anfang entscheidet, ob der Empfänger weiterliest oder nicht!

 


Hauptteil

Da der Hauptteil meistens sehr spezifisch ist, lassen sich an dieser Stelle nur einige allgemeinverbindliche Tipps geben, wie Ihr Schreiben zum Erfolg wird:

  • verwenden Sie einfache, knappe Sätze und treffende Ausdrücke, so dass der Empfänger sofort versteht, was Sie meinen

  • nicht geläufige Wörter sollten Sie durch geläufige Wörter ersetzen

  • führen Sie abstrakte Themen etwas länger aus 

  • eine stets gleiche Satzlänge kann uninteressant wirken, variieren Sie die Satzlänge

  • klare Gedankenführung erzeugt verständliche Texte => Gliederung! 

  • Streichen Sie Phrasen und versuchen Sie sich unverkrampft auszudrücken. So wirkt ein Text einfach und verständlich! 

  • Lösen Sie verschachtelte Sätze in kurze Sätze auf. Behalten Sie lange Sätze nur dann, wenn sie gut zu durchschauen sind. 

  • Beachten Sie, welche Fremdwörter ihr Gesprächspartner kennt und welche nicht. 

  • Mit Beispielen lässt sich einiges anschaulicher erklären.

  • Vermeiden Sie Gedankensprünge im Brieftext. 

  • Wichtige Dinge am Anfang oder Ende - so bleiben sie am Besten im Gedächtnis des Empfängers.

  • Erzielen Sie einen anregenden Text mit Hilfe von Doppelpunkten, Ausrufezeichen, direkte Rede oder Fragezeichen 

  • Das Schriftbild sollte gleich sein, die Größe nur wenig variieren (maximal drei Schriftgrößen).

  • Unterstreichen Sie wichtige Textstellen, so dass dem Empfänger schneller lesen kann.

  • Verwenden Sie Formulierungen, Sprechrhythmen und Satzlängen, die Sie im direkten und indirekten Gespräch Ihrem Gesprächspartner gegenüber ebenfalls verwenden würden.

  • Eine klare, unverkrampfte Ausdrucksweise lässt sich einfach schreiben und somit auch einfach verstehen.


 

Schluss

Am Schluss sollte möglichst das stehen, was besonders intensiv nachwirken soll. Dafür empfiehlt sich zum Beispiel auch das Postskriptum (etwa: PS...) - Außerhalb vom Gesamttext stehend, springt es dem Betrachter besonders ins Auge.

Grundsätzlich sollte das Ende eines Briefes positiv klingen und als solches verstanden werden. Weiterhin kann es eine Aufforderung zum Handeln sein. Der Schluss sollte nie negativ wirken oder eine Phrase enthalten. Er kann aber mit einer Frage ausgestattet werden, das regt den Empfänger zum Nachdenken an.

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