|
Die Art der
journalistischen Darstellung
|
|
dd
|
| Die
Sprache bietet genau wie die Schrift eine große Palette an
stilistischen Möglichkeiten. Die Spannbreite bei der
Erstellung von Pressetexten reicht dabei von der sachlichen
Information bis hin zur Reportage. Dabei ist es für den
Erfolg einer Pressemitteilung wichtig, die jeweils richtige
stilistische Darstellungsform zu finden. Die folgenden gebräuchlichen
stilistischem Mittel stehen zur Verfügung: |
|
ff
|
| 1.
Presseinformation / Pressemitteilung |
|
dd
|
| Die
Presseinformation ist die universellste Form der Weitergabe
von Informationen an die Presse. Neben der Hauptkriterien der
Aktualität, Verständlichkeit, Wahrheit und Zuverlässigkeit
und der Beantwortung der W-Fragen (Wer?, Wann?, Wo?, Was?, Wie
?, Warum?) hat die Presseinformation immer einen
konkreten Anlass, den sie zu erklären und zu beantworten
sucht. Die Presseinformation erklärt auch Hintergründe
oder Zusammenhänge. |
|
ff
|
| 2.
Pressemeldung / Pressenachricht |
|
dd
|
| Die
Pressemeldung ist eine Kurznachricht über Tätigkeiten oder
Aktivitäten. Sie umfasst meist kaum mehr als zwanzig Zeilen.
Sie geht nur auf das Wichtigste ein und versucht dies so knapp
wie möglich darzustellen. |
|
dd
|
| 3.
Pressebericht |
|
ff
|
| Der
Pressebericht erfordert strikte Objektivität. Dabei ist er
wesentlich länger als eine Presseinformation. Zusammenhänge,
Vorgeschichte und andere Aspekte eines Ereignisses werden
umfassend erörtert. Fotomaterial, das die wichtigste Momente
eines Ereignisses festhält, vervollständigt den
Pressebericht. |
|
hh
|
| 4.
Pressereportage |
|
dd
|
| Die
Reportage ergänzt die Nachricht, aber auch den Bericht. Der
Reporter hat seine Informationen meist aus erster Hand. Seine
Reportage ist anschaulich und konkret. Alle Einzelheiten
werden so detailliert wie möglich genannt. Der Ablauf des
Geschehens wird erläutert, wobei es sinnvoll ist, die
Beteiligten des Geschehens zu Wort kommen zu lassen. Der Leser
fühlt sich dadurch näher in das Geschehen miteinbezogen.
Zitate sind wünschenswert. Der Aufbau geht vom Besonderen zum
Allgemeinen. Die Reportage ist dramaturgisch, also in einer
Abfolge von Szenen, angelegt. |
|
ff
|
| 5.
Feature |
|
dd
|
| Das
Feature dient dazu, einen unübersichtlichen, verwirrenden und
undramatischen Sachverhalt bzw. ein abstraktes Thema
interessant darzustellen. Der Stoff wird durchleuchtet und
unter Zuhilfenahme aller journalistischen Möglichkeiten
anschaulich dargelegt. Dies erfordert meist ein großen
Sachwissen. |
|
dd
|
| 6.
Interview |
|
dd
|
| Beim
Interview unterscheidet man zwei Arten: |
|
ff
|
| -
Strenges Interview: die reine Darstellung von Frage und
Antwort |
| - Freies
Interview: Neben dem Abdruck von Frage und Antwort sind auch
Zusammenfassungen in indirekter Rede möglich |
|
dd
|
| Das
Interview an sich lässt sich auch thematisch unterteilen: |
|
dd
|
| -
Interview zu einem Sachverhalt: es geht um die Klärung eines
Themas |
| -
Meinungsinterview: persönlichen Vorstellungen einer
bestimmten Person dar |
| -
Personeninterview: eine Person und ihre Ansichten werden
vorgestellt |
|
ff
|
| Manchmal
gibt es keine Möglichkeit, sich zu einem bestimmten Thema
mittels einer Pressemitteilung zu Äußern. Etwa, weil andere
Themen die Zeitung überproportional füllen. Dennoch muss man
mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg bleiben. Es gibt nämlich
noch ein siebtes Element: |
|
dd
|
| 7.
Leserbrief |
|
dd
|
| Der
Leserbrief ist eine persönliche Antwort oder Stellungnahme
des Lesers zu einer konkreten Veröffentlichung in der Presse.
Diese Art des Leserforums kann natürlich auch genutzt werden,
um in der Öffentlichkeit Stellung zu beziehen. Sachlichkeit
und Knappheit sind besonders wichtig. Einziger Wehmutstropfen
bei dieser Form der Öffentlichkeitsarbeit: Jede Redaktion behält
sich das Recht vor, die Leserzuschriften zu kürzen oder nicht
zu veröffentlichen. |