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| Anleihen
können von Kreditinstituten, Industrieunternehmen oder
der öffentlichen Hand in den verschiedensten
Formen ausgegeben werden. Auch der Erwerb von Anleihen ausländischer
Emittenten ist möglich.Entsprechend des Emittenten
unterscheiden sich die Anleihen im Zinssatz (vg. auch
Risiken). |
| Außerdem wird
der Zinssatz auch von der Laufzeit einer Anleihe bestimmt.
Es gibt Anleihen, die bis zur Fälligkeit nur wenige
Monate brauchen, andere haben eine Restlaufzeit von bis zu
30 Jahren. |
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Anleihen der öffentlichen
Hand
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| Zu den Anleihen
der öffentlichen Hand gehören ohne Ausnahme alle
Anleihen eines Staates, etwa Bundesanleihen oder
Bundesobligationen. Auch die Anleihen der Bundesländer
(z.B. Landesanleihen) oder der Städte und Gemeinden (z.B.
Stadt- oder Kommunalanleihen) gehören hierzu. Bekannt
sind im Zusammenhang mit Anleihen der öffentlichen Hand
auch Bundesschatzbriefe und Finanzierungsschätze. Diese zählen
zwar zur Gruppe der Staatsanleihen, werden jedoch nicht an
der Börse gehandelt. |
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| Anleihen der
Kreditinstitute |
| Kreditinstitute
geben Anleihen in den unterschiedlichsten Varianten
heraus. Zu ihnen zählen Pfandbriefe,
Inhaberschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen
oder Sparkassenobligationen. |
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Anleihen der Industrie
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| Große
Unternehmen in der Rechtsform der Aktiengesellschaft (AG)
geben neben normalen Schuldverschreibungen
(Industrieanleihen) oftmals auch Anleihen heraus, die mit
Sonderrechten ausgestattet sind. Die bekannteste Form ist
die sogenannte Wandelanleihe. Bei einer
Wandelanleihe hat der Anleger die Möglichkeit, zu einem
bestimmten Zeitpunkt seine Anleihen in eine bestimmte
Anzahl von Aktien der ausgebenden Gesellschaft zu
tauschen. Die Ansprüche aus der Anleihe erlöschen durch
Ausübung des Wandlungsrechts. |
| Die Aktienanleihe
ist eine relativ neue Anlageform, die erst seit 1999 verstärkt
von Unternehmen angeboten wird. Der Vorteil der
Aktienanleihe für den Anleger besteht in der hohen
Verzinsung, die weit über dem Marktniveau liegt und je
nach Emittent bis zu 20 % betragen kann. Dementsprechend
groß ist natürlich auch das Risiko, so dass
Aktienanleihen nur absoluten Profis zu empfehlen sind. |
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| Anleihen
ausländischer Emittenten |
| Anleger können
auch sogenannte Auslands- oder Währungsanleihen
aus fast allen Staaten oder von ausländischen Unternehmen
und Kreditinstituten erwerben. Dabei wird die Verzinsung
oftmals wesentlich höher sein, als dies im
Marktdurchschnitt üblich ist. Auch von Auslandsanleihen
ist unerfahrenen Anlegern abzuraten. Oftmals besteht ein
hohes Risiko darin, dass der Staat oder das ausländische
Unternehmen zahlungsunfähig wird und der Anleger am Ende
ohne Geld dasteht. Außerdem sind die Wechselkursrisiken
nicht zu unterschätzen. |
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| Neben diesen
Unterschieden bezüglich des Emittenten gibt es auf noch weitere
Besonderheiten im Hinblick auf Anleihen. Diese
betreffen - wie eingangs erwähnt - Laufzeit und Zinssatz. |
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| Man kann drei
Laufzeittypen einer Anleihe unterscheiden: |
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Kurzfristige
Anleihen: Die Laufzeit beträgt nicht länger als
4 Jahre
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Mittelfristige
Anleihen: Anleihen mit einer Laufzeit von 4 bis 8
Jahren
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Langfristige
Anleihen: Die Laufzeit beträgt mehr als 8 Jahre
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| Entsprechend
der Laufzeit wirken sich Zinsänderungen am Kapitalmarkt |
| Auch im
Hinblick auf den Zinsmodalitäten gibt es
verschiedene Anlageformen. Man unterscheidet folgende
Anleihen-Eigenschaften: |
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Festverzinsliche
Anleihen
haben in der Regel eine gleich bleibend feste Verzinsung während
der gesamten Laufzeit. Die Zinsen werden bei deutschen
Emittenten meist jährlich gezahlt, bei ausländischen
Ausstellern oftmals halbjährlich. |
Variabel
verzinsliche Anleihen
gewähren keine festen, sondern variable Zinserträge. Der
Zinssatz wird für jede Zinsperiode anhand eines
Leitzinssatzes (in Europa z.B. Euribor) neu festgelegt, über
seine Veränderung berät in bestimmten Abständen die
Europäische Zentralbank. |
Anleihen
ohne Zinszahlung (auch: Zerobonds oder Nullkupon-Anleihen)
Bei Anleihen ohne Zinsschein gibt es keine Zinszahlungen während
der Laufzeit. Dafür ergibt sich für Sie als Anleger der
Ertrag aus der Differenz zwischen Rückzahlungskurs und
Emissionskurs. Ein Zerobond kostet oft nur zwischen 20 und
50 % des Nennwertes und Sie erhalten am Ende der Laufzeit
volle 100 % zurückgezahlt. |