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Wie
entdeckt man aussichtsreiche Anleihen (oder Rentefonds) ?
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| 1.
Einzel-Anleihen |
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| Die Auswahl
einzelner Anleihen erfolgt über drei Schritte. Je
sorgfältiger jeder dieser Schritte durchgeführt wird, je
mehr Freunde wird Ihnen die Anleihe (und vor allem die
Rendite) machen. |
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vv
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| I. Schritt:
Die richtige Qualität finden |
| Sicher ist es
verlockend, beispielsweise Staatsanleihen von (möglichen)
EU-Beitrittskandidaten zu kaufen, die 10 bis 11 Prozent
Zinsen versprechen. Doch dieser Zins hat seinen Preis im
Hinblick auf die Sicherheit. Orientieren Sie sich beim
Kauf von Anleihen daher nicht an den Zinsen resp. der
Rendite, sondern an den Bewertungen sogenannter
Rating-Agenturen (vgl.
Grafik welche Risiken haben Anleihen?). |
| Generell ist
festzuhalten, dass eine Bewertung im Bereich AAA (Standard
& Poors) bzw. Aaa (Moody´s) Ihnen einen ruhigen
Schlaf garantiert. Etwa Staatsanleihen der Bundesrepublik
Deutschland oder anderer EU-Mitgliedsstaaten wie Österreich
oder die Niederlande werden regelmäßig so eingestuft.
Wer ein paar Prozentpunkte Rendite mehr wünscht, kann
auch ohne Bedenken Anleihen bis zur Bewertung AA-
(Standard & Poors) bzw. Aa3 (Moody´s) kaufen. Hier
ist man auf der sicheren Seite. Für Anleihen-Käufer mit
etwas mehr Erfahrung eignen sich Anleihen bis A-
(Standard & Poors) bzw. A3 (Moody´s). Auch hier
spricht man noch von einer Investment- Grade-Bewertung.
Ab BBB+ bzw. Baa1 sollte man als Privatperson eher
verzichten, da das Risiko eines Ausfalls deutlich zunimmt.
Alles unterhalb von dieser Bewertung geht in den Bereich
des spekulativen Investments und ist als sichere
Geldanlage nicht geeignet. |
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| II. Schritt:
Die richtige Laufzeit finden |
| Für die Wahl
der richtigen Laufzeit ist von entscheidender Bedeutung,
welche Zukünftige Zinsentwicklung man erwartet. Je kürzer
die Laufzeit einer Anleihe, desto weniger reagiert der
Kurs auf Zinsänderungen. Sinken etwa die Zinsen um ein
Prozent, dann steigt als Gegenreaktion der Kurs von
Anleihen mit einjähriger Laufzeit um rund ein Prozent.
Der Kurs von Anleihen mit einer zehnjährigen Laufzeit
steigt hingegen um etwa sieben Prozent. Wer mit
sinkenden Zinsen rechnet, wählt daher lange Laufzeiten,
um Kursgewinne zu erzielen. Ist die Zinssituation
dagegen unsicher oder werden steigende Zinsen erwartet,
sind kurze Laufzeiten besser. Denn die kursteigernde
Wirkung von sinkenden Zinsen wirkt auch in die
Gegenrichtung: Bei steigenden Zinsen fallen die Kurse, was
Kursverluste bedeuten würde, wenn man die Papiere vor
Laufzeit-Ende verkaufen würde / müsste. |
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| III. Schritt:
Das richtige Angebot finden |
| Egal für welche
Anleihe und welche Laufzeit Sie sich entschieden haben,
eine Vielzahl von Angeboten resp. Anleihen stehen zum
Kauf. Doch welches ist ein günstiges Angebot? Diese Frage
lässt sich einfach durch einen Rendite-/
Kostenvergleich ermitteln. |
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cc
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| Wie Sie
vielleicht wissen, gibt der Bund auch sogenannte Bundeswertpapiere
heraus, die im Gegensatz zu Anleihen nicht an der Börse
gehandelt werden. Dazu zählen Finanzierungsschätze und
Bundesschatzbriefe. Diese Papiere können spesenfrei
erworben und auf Wunsch auch kostenlos (ohne Depotgebühren)
bei der Bundesschuldenverwaltung gelagert werden. Daran
sollte man denken, wenn man an den Kauf von börsennotierten
Anleihen denkt. Denn An- und Verkaufkosten sowie evtl.
Depotgebühren senken die Rendite von börsennotierten
Anleihen. Daher lohnt sich ein Vergleich, ob nach
Abzug von "Bank- bzw. Börsengebühren"
Bundeswertpapiere nicht die bessere Alternative sind. |
| Ein Beispiel: |
| Auf den ersten
Blick bringt ein Finanzierungsschatz 3,99 Prozent Rendite
pro Jahr. Eine börsennotierte Anleihe mit gleicher
Laufzeit bringt laut Information 4,33 Prozent. Die
Entscheidung scheint klar. Rechnet man jedoch nun dabei,
dass An- und Verkauf mit zusammen 0,50 Prozent (je 0,25 %)
zu Buche schlagen und die jährliche Depotgebühr auf noch
Kosten verursacht, die prozentual auf alle im Depot
befindlichen Wertpapiere umzurechnen sind, dann steht man
sich mit der börsennotierten Anleihe wesentlich
schlechter. |
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| Wenn diese drei
Schritte abgearbeitet sind und zweifelsfrei feststeht,
dass die börsennotierte Anleihe die effektiv beste
Rendite abwirft, dann steht einem Kauf nichts mehr im
Wege. |
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vv
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| 2.
Anleihen-Fonds (Rentenfonds) |
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| Wer
sich all diese Arbeit nicht machen möchte, ist mit Rentenfonds
gut bedient. Doch auch hier ist die Auswahl riesig. Wie
bei allen Wertpapieren heißt es auch bei Rentenfonds, dass
die Rendite (Performance) der Vergangenheit keinen Rückschluss
auf die der Zukunft zulässt. Dennoch wäre es mehr als
verwunderlich, wenn ein Fondsmanager, der in der Vergangenheit
gut gearbeitet hat, plötzlich sein Können verlernt hätte.
Daher lässt die Vergangenheit doch gewisse Rückschlüsse zu. |
| Nur
sollte man die Vergangenheit nicht überinterpretieren. Es
gilt auch bei Rentenfondskauf zu berücksichtigen: Sich NIE
ausschließlich von der Performance des letzten Jahres leiten
lassen! - Auch Rentenfonds sollten als langfristige Geldanlage
gesehen werden. Daher sollten die
(langfristigen) Bewertungen von Rating-Agenturen sowie die
laufenden und fixen Kosten (vgl. Rentenfonds)
mit in die Kaufentscheidung einfließen. Für die Einschätzung
des persönlichen Chance-Risiko-Verhältnis gibt die Volatilität
Auskunft |
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