| Durch das
Beta wird die Sensitivität erfasst, mit der der
Fonds auf Veränderungen bezüglich des Referenzindex
reagiert. Ein Beta größer 1 bedeutet, dass der Fonds überstark
oder aggressiv reagiert und wahrscheinlich stärker
ansteigt oder nachgibt als der Referenzindex. Ein Beta
kleiner 1 bedeutet, dass der Fonds weniger stark reagiert
oder defensiv ist und in Bezug auf den Referenzindex
weniger stark ansteigt oder zurückgeht. Ein Beta von 1
bedeutet, dass Fonds und Referenzindex identisch
reagieren.
Verhältnis
der Überschussrendite zum Beta Faktor. Stehen zwei Fonds
unter gleichen Rahmenbedingungen zur Auswahl, so erzielt
der Fonds mit der größeren Treynor Ratio seine
Rendite mit geringeren indexkorrelierten Schwankungen.
Die Volatilität
ist ein Maßstab für die Schwankungsintensität eines
Wertpapierkurses, von Rohstoffpreisen und auch von
Investmentfondsanteilen. Um die Volatilität zu messen,
wird die durchschnittliche Entwicklung z.B. des
Fondsanteils über einen bestimmten Zeitraum gemessen,
z.B. 10% in einem Jahr. Anschließend wird diese
durchschnittliche Entwicklung genommen und gemessen, wie
weit sich der Kurs des Fondsanteils in diesem Jahr von der
durchschnittlichen Entwicklung entfernt hat. Somit
berechnet man also die Schwankungsbreite um einen
Mittelwert (durchschnittliche Entwicklung). Je größer
diese Schwankungsbreite (Volatilität) ist, um so
risikoreicher ist die Anlage in diesem Fonds.
Der Tracking
Error weist aus, wie nah die Wertentwicklung des Fonds
bei der durchschnittlichen Wertentwicklung der
Vergleichsgruppe liegt. Hierbei handelt es sich um die
Standardabweichung der monatlichen Erträge des Fonds
dividiert durch die monatlichen Erträge des
Referenzindex. Je niedriger diese Zahl ist, um so ähnlicher
verläuft die Wertentwicklung des Fonds zu der des
Referenzindex.
Diese
Kennziffer gibt Aufschluss darüber, ob und inwiefern eine
Mehrrendite unter Einbeziehung des Risikos (Volatilität)
im Vergleich zu einer risikolosen Geldmarktanlage
erwirtschaftet wurde. Liegt die Sharpe-Ratio über
eins (>1), so konnte vom Fonds eine Mehrrendite erzielt
werden. Bei einem Ergebnis zwischen null und eins konnte
zwar eine Mehrrendite bezüglich der Geldmarktverzinsung
erzielt werden, diese entsprach jedoch nicht dem
eingegangenen Risiko. Ist die Kennziffer negativ (<0),
so war es nicht einmal möglich, die Verzinsung einer
risikolosen Geldmarktanlage zu erreichen.
Mit
der BVI-Methode kann die Wertentwicklung eines
Investmentfonds berechnet werden. Grundlage ist Wert der
Anteile zu Beginn und zum Ende des Berechnungszeitraumes.
Dazu kommen alle Ausschüttungen (inkl. Körperschaftssteuerguthaben),
die als am Tag der Ausschüttung wiederangelegt
gelten (wie es z.B. bei einem Investmentkonto der Fall
ist). Individuelle steuerliche Faktoren werden genauso
wenig berücksichtigt wie Rücknahmespesen, Depot- und
Kontoführungsgebühren. Der Ausgabeaufschlag kann
miteinbezogen werden.
Beispiel:
- Anteilwert zu Beginn des Berechnungszeitraumes: EUR
150,-
- Anteilswert am Ende des Berechnungszeitraumes: EUR 220.-
- Ausschüttungsbetrag: EUR 10,-
- Anteilswert am Tag der Ausschüttung: EUR 200,-
Wertentwicklung unter Vernachlässigung des
Ausgabeaufschlages
- Wiederanlage der Ausschüttung in Anteilen: EUR 10,- :
EUR 200,- = 0,05
=> - Bestand an Anteilen am Ausschüttungstag: 1,05
=> - Wert der Anteile am Ende des Berechnungszeitraums:
EUR 220,- x 1,05 = EUR 231,-
=> - Wertentwicklung am Ende des Berechnungszeitraums:
[(231 - 150) : 150] x 100 = 54 %
Wertentwicklung unter Berücksichtigung des
Ausgabeaufschlages
(Beispiel: 2,5 %)
- Berücksichtigung des Ausgabeaufschlages:
231 : 1,025 = 225,37
- Wertentwicklung am Ende des Berechnungszeitraums:
[(225,37 - 150) : 150] x 100 @ 50,25 %
Zusammenfassung:
Rating
Das FERI Trust Fonds Rating
bietet eine schnelle und einfache Beurteilung von Fonds in
komprimierter Form: Es besteht aus einem einzigen
Buchstaben von A bzw. (A) bis E bzw. (E) und zeichnet
solche Fonds mit einem A bzw. (A) als sehr gut aus, welche
im Vergleich zu Fonds derselben Kategorie über einen
mittelfristigen Zeithorizont von 5 Jahren eine stabile
Outperformance bei geringem Risiko erzielt haben. Ein
Buchstabe in Klammern bedeutet, dass das Rating-Ergebnis
den sog. Management-Indikator nicht mit einschließt.
Performance
Die Performanceberechnung
erfolgt in DM-Basis gemäß der BVI-Methode, d.h. die
Wertentwicklung berechnet sich auf Basis von Rücknahmepreisen
unter Berücksichtigung der vollständigen Wiederanlage
aller zwischenzeitlichen Ausschüttungen zum jeweiligen Rücknahmepreis
Volatilität p.a.
Die Volatilität p.a. misst
das Schwankungsrisiko des Fonds und ist als annualisierte
Standardabweichung der monatlichen Fondsrenditen in %
definiert.
Sharpe Ratio
Die Sharpe Ratio misst die
Überrendite eines Fonds über die sichere Geldmarktanlage
pro Risikoeinheit. Als Risikomaß wird die Kennzahl
Volatilität verwendet. Alle Größen werden auf
annualisierter Basis berechnet. Maximaler Verlust über 6
Monate Diese Kennzahl zeigt den prozentual höchsten Wertrückgang
des Fonds während eines Zeitraums von (maximal) sechs
Monaten an, der innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu
verzeichnen war.
Längste Verlustperiode
Die Kennzahl gibt die längste
Phase in Monaten an, in der der Kursrückgang des Fonds
ohne jegliche zwischenzeitliche Erholung andauert.
Wahrscheinlichkeit eines Verlustmonats Die
Wahrscheinlichkeit eines Verlustmonates gibt an, wie hoch
der Anteil der Monate innerhalb eines bestimmten Zeitraums
ist, in denen der Fonds jeweils eine negative Rendite
erzielt hat.
Jensen's Alpha
Das Jensen's Alpha misst
die risikoadjustierte (in Form von Beta) Überrendite des
Fonds gegenüber dem Marktindex (Referenzindex; benchmark).
Die Kennzahl wird auf Basis der monatlichen Fondsrenditen
berechnet und ausgewiesen. Ein positiver Wert deutet auf
einen Mehrwert durch das Management hin.
Beta-Faktor
Der Beta-Faktor gibt die
durchschnittliche prozentuale Veränderung der
Fondsrendite an, wenn der Markt (benchmark) um 1% steigt
oder fällt. Ein Wert über (unter) 1 bedeutet im Schnitt
eine stärkere (schwächere) Bewegung des Fonds gegenüber
der benchmark.
Regressionsgerade
Die positive (negative)
Regressionsgerade gibt an, wie sich der Fonds in
Marktaufschwung- (abschwung)-Phasen durchschnittlich verhält.
Ein Wert über (unter) 1 bedeutet im Schnitt eine stärkere
(schwächere) Bewegung des Fonds gegenüber der benchmark.
Konkurrenzvergleich
Für den betrachteten
Zeitraum werden rollierende 3-Monats-Intervalle gebildet.
Für jedes dieser Intervalle wird der jeweils beste (die
obere Linie) und der jeweils schwächste Fonds (die untere
Linie) als Verlaufskanal für den betrachteten Fonds
dargestellt.
Ranking
Unter Ranking wird die
Position des Fonds in jedem rollierenden 3-Monats-Zeitraum
in Form von Balken dargestellt. Ein Wert von 75% bedeutet,
dass der Fonds 3/4 der Konkurrenten hinter sich gelassen
hat. Die durchgezogene Linie stellt den gleitenden
Durchschnitt des Ranking dar.
Durchschnittsrang in rollierenden
Drei-Monats-Zeiträumen
Zur Bestimmung dieser
Kennzahl werden zunächst bezüglich der jeweiligen
Fondskategorie Performance-Rankings auf Basis von
rollierenden Drei-Monats-Perioden gebildet. Der
Durchschnittsrang bezeichnet deren arithmetisches Mittel.
Positive Elastizität (+)
Die positive Elastizität
gibt an, wie stark die Renditen des Fonds von den Renditen
des Index in Aufschwungphasen abhängen. Hiermit wird
erfasst, wie aggressiv bzw. defensiv der Managementstil für
Aufschwungphasen ausgelegt ist.
Negative Elastizität (-)
Die negative Elastizität
gibt an, wie stark die Renditen des Fonds von den Renditen
des Index in Abschwungphasen abhängen. Hiermit wird
erfasst, wie aggressiv bzw. defensiv der Managementstil für
Abschwungphasen ausgelegt ist.
Differenz der Elastizitäten (+/-)
Die Differenz der positiven
und negativen Elastizität gibt an, wie symmetrisch die
marktphasenbezogene Ausrichtung der Anlagestrategie während
eines bestimmten Zeitraums war. Je höher z.B. diese
Kennzahl ist, desto aggressiver bzw. weniger defensiver
verhält sich der Fonds in Aufschwungphasen und defensiver
bzw. weniger aggressiver in Abschwungphasen.
Wahrscheinlichkeit der
Outperformance gegenüber Index bzw. PeerGroup
Die Wahrscheinlichkeit der
Outperformance gegenüber dem Index bzw. der PeerGroup
gibt an, wie hoch der Anteil von rollierenden
Drei-Monats-Perioden innerhalb eines bestimmten Zeitraums
ist, in denen jeweils eine Outperformance gegenüber dem
Index bzw. der PeerGroup vorlag.
Tracking Error
Diese Kennzahl gibt die
Volatilität der Abweichungen zwischen der Rendite des
Fonds und des Referenzindex an. Je niedriger der Tracking
Error ist, desto ähnlicher sind die Wertentwicklungen von
Fonds und Index.
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