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Sparbrief / Sparobligation

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Definition: Sparbriefe und Sparobligationen werden seit 1961 wie das klassische Sparbuch ausschließlich von Banken und Sparkassen angeboten. Unterschied zu normalen Anleihen: Beide Anlageformen sind nicht an der Börse handelbar. Daher kann der Anleger diese (meist) nicht vor Ende der Laufzeit verkaufen. Dafür müssen Sparer dann aber auch keine kurzfristigen Verluste durch schwankende Kurse einkalkulieren. Und der Zins ist meist etwas höher als gewöhnlich Sparbriefe und Obligationen eignen sich besonders für risikoscheue Anleger. Denn alle Institute, die solche Papiere auf den Markt bringen wollen, müssen sich einer eingehenden Prüfung staatlicher Aufsichtsbehörden unterziehen. Außerdem wird jede Variante von den Aufsichtsämtern auf Herz und Nieren geprüft. Rechtlich gesehen ist der Sparbrief eine Namensschuldverschreibung. Was nichts anderes heißt, als dass er auf den Namen des Sparers ausgestellt ist. Sparbriefe sind meist mit festen Nennwerten von 50, 250, 500, 2.500 oder 5.000 Euro im Angebot. Der Zinssatz liegt wie bei Anleihen über die gesamte Laufzeit fest. Vor Fälligkeit lässt sich der Sparbrief nicht verkaufen. Dennoch erklärt sich im Normalfall jede Bank damit einverstanden, den Sparbrief zu „beleihen ".Das heißt, der Anleger nimmt einen Kredit auf, der bei Fälligkeit des Sparbriefs getilgt wird.

Drei Varianten sind beim Sparbrief geläufig: Einmal der Sparbrief mit fester Zinszahlung am Jahresende, zum zweiten der abgezinste Sparbrief und drittens der aufgezinste Sparbrief. Beim normalverzinslichen Papier werden die Zinsen am Jahresende auf das Konto des Sparers überwiesen; bei der abgezinsten Variante rechnet die Bank bereits beim Kauf die Zinsen für die gesamte Laufzeit an. Der Anleger zahlt also beispielsweise beim Kauf nur 400 Euro, bekommt aber bei Fälligkeit 500 Euro zurück. Vorteil dieser Variante: Die Zinsen müssen erst nach Fälligkeit dem Fiskus gegenüber angegeben werden.

Sparobligationen dagegen sind solide wie Sparbriefe mit Laufzeiten zwischen fünf und zehn Jahren. Und auch hier sind unterschiedliche Varianten im Angebot: Papiere mit jährlichen Zinszahlungen, abgezinste und darüber hinaus auch aufgezinste Sparobligationen, bei denen die Zinsen jeweils am Jahresende dem Kapital zugeschlagen und bei Fälligkeit mit ausbezahlt werden. Sparobligationen sind zwar ebenfalls nicht über die Börse handelbar, eine vorzeitige Rückgabe ist jedoch bei den meisten Instituten nach Ablauf einer bestimmten Frist möglich.

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Fazit: Sparbriefe / Sparobligationen sind eine absolut sichere Geldanlage mit attraktiven Zinsen, die meist einige Prozentpunkte über dem üblichen Geldmarktzinssatz liegen. So wurden bei einem Geldmarktzinssatz von durchschnittlich 3,5 % beispielsweise für 5 % angeboten. "Erkauft" wird sich dieser Zinssatz damit, dass das Geld für Zeiträume zwischen 2 und 6 Jahren fest angelegt ist, d.h., der Kunde über das Geld NICHT verfügen kann.

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