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Lexikon:
Presse-Fachbegriffe
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vielen Berufszweigen gibt es eine
eigene Sprache. So auch im
Journalismus. Wenn Sie diese
Internetseite aufmerksam lesen, werden
Ihnen die wichtigsten Begriffe und
Ihre Bedeutung schnell geläufig. |
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Aktionsjournalismus |
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Man
lädt den Leser ein, zu
spenden, zu lesen, zu wählen
(etwa den Sportler des
Jahres) oder selbstverfasste
Texte (etwa Gedichte)
einzusenden. Dies alles ist
eine beliebte Methode, um
die Leser-Zeitungsbindung zu
erhöhen. |
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Artikel |
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Die
Bedeutung dieses Wortes ist
nicht in allen Redaktionen
einheitlich. Während
Zeitungsfremde - also z.B.
Leser - häufig sämtliche
redaktionellen Texte als
Artikel bezeichnen, sind in
den Redaktionen folgende
Interpretationen möglich: 1.
Jeder Beitrag, der eine
gewisse (beliebige) Länge
überschreitet 2.
Jeder mehr als einspaltige
Beitrag 3. Der
Lauftext |
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Aufhänger |
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Meistens
ist damit ein aktueller
Anlass oder ein origineller
Einstieg in die Darstellung
eines Themas gemeint. Der
Aufhänger kann aber auch
der erste Absatz oder der
fett gedruckte Vorspann
sein. Daher wird in einigen
Redaktionen der Aufhänger
auch Vorspann genannt. |
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Auflage |
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Die
Auflage eines Mediums wird
in drei Maßstäben
gemessen. 1. Die
gedruckte Auflage, die nur
selten zu 100 Prozent auf
verkauft wird. 2. Die
verbreitete Auflage: Bei
Mitgliederzeitschriften oder
kostenlosen
Zeitschriften/Medien, die
nicht gegen Entgeld
abgegeben werden. 3.
Die verkaufte Auflage: Diese
Auflage ist im Vergleich zu
den anderen immer am
Kleinsten. Sie wird meist
noch einmal in die A-Auflage
(Abonnement) und in die
E-Auflage (Einzelverkauf)
unterteilt. |
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Aufmacher |
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Der
Aufmacher in der Zeitung ist
das Thema auf Seite 1, das
die größte Schlagzeile trägt.
Bei Zeitschriften kann dies
auch das erste große Thema
im Heft sein. |
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Aufmachung |
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Die
Aufmachung schließt an den
Aufmacher an, beinhaltet
aber auch noch die Art,
einen Artikel in Text, Bild
und Layout darzustellen
(auch: aufzumachen). |
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Aufriss |
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Unter
Aufriss versteht man die
ersten notwendigen
Arbeitsschritte, die
erfolgen, um die
Platzverteilung z.B.
zwischen Bildern und Texten
sowie Anzeigen grob zu
skizzieren |
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Ausschluss |
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Der
Zwischenraum zwischen zwei Wörtern
im Satz. Im Gegensatz zum
Brief, wo der Zwischenraum
konkret aus einem
Leerzeichen besteht, muss er
etwa in der Zeitung variabel
sein, damit die Zeilen voll
werden. |
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Bericht |
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Bericht
ist die Ausweitung einer
Nachricht um Hintergründe
und Zitate der Handelnden.
Im Nachrichtenstil
geschrieben, beginnt sie mit
den sechs W-Fragen
- Wer?
- Wann?
- Wo?
- Was?
- Wie
?
- Warum?
Ein
szenischer Einstieg -
beispielsweise mit einem
griffigen Zitat oder einer
zusammenfassenden These -
erhöht zudem die
Bereitschaft, weiterzulesen.
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Blatt |
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Im
Redakteursjargon ein Wort für
die eigene Zeitung oder
Zeitschrift; bisweilen aber
auch für eine
Manuskriptseite |
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Bruch |
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Damit
der (horizontale) Knick in
der Mitte einer Zeitung
gemeint. Nur was über dem
Bruch steht, wir
beispielsweise am Kiosk
direkt sichtbar. |
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Dummy |
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Das
englische Wort steht ursprünglich
für Attrappe oder
Versuchspuppe (Crahtest-Dummy).
Im Medien-Jargon ist damit häufig
eine
Musterseite/Arbeitsvorlage
gemeint, die
veranschaulichen soll, wie
später einmal das Original
aussieht. |
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Ente |
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Eine
Falschmeldung |
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hh
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Feuilleton |
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Das
ursprünglich aus dem Französischen
kommende Wort hat sich heute
bei den meisten Medien
eingebürgert. Wörtlich mit
"Blättchen" übersetzt,
steht es heute für den
Kulturteil einer Zeitung. |
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Galgen |
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Damit
ist in Zeitungen und
Zeitschriften jener
redaktionelle Freiraum
gemeint, der dann entsteht,
wenn eine Anzeige werde die
ganze Breite noch die ganze
Höhe einer Seite füllt. |
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Glosse |
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Glosse
ist die - in literarischem
Stil essayistisch
geschriebene - Äußerung
von Gedanken zu
gesellschaftlichen,
politischen, sozialen oder
kulturellen Entwicklungen
ohne aktuellen Aufhänger.
Am Ende steht eine
unerwartete Pointe. |
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Headline |
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Dieses
englische Wort ist in
manchen Redaktionen häufig
anzutreffen: es bedeutet wörtlich
übersetzt Kopfzeile und
steht im Deutschen für die
Schlagzeile oder die Überschrift |
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Interview |
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Ein
Beitrag in Frage und
Antwort. Es kann aber auch
eine Darstellung mit
indirekter Rede sein. |
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Kolumne |
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Ein
Meinungsartikel, den ein
Autor (der Kolumnist) meist
regelmäßig an einer
bestimmten Stelle publiziert |
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Kommentar |
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Kommentar
ist die subjektive Bewertung
eines aktuellen Ereignisses
anhand sachorientierter
Kriterien. Bei dem
kommentierten Ereignis muss
der Kommentator nicht
notwendigerweise zugegen
gewesen sein. |
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Layout
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Der
Begriff Layout kommt aus dem
Englischen und bedeutet wörtlich
übersetzt Plan, Entwurf oder
Skizze. Häufig wird es aber
im Zusammenhang mit
Zeitungen/Zeitschriften als
"Design" verstanden.
Es umschreibt die optische
Darstellung eines
Druck-Erzeugnisses; und hier
im besonderen die Bereiche
Schrift, Bilder und Freiräume. |
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Lead |
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Der
erste Satz einer Nachricht.
Wird auch als Einstieg in die
Nachricht verstanden. Lead
wird häufig als Synonym für
"Vorspann" benutzt. |
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Meldung |
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Meldung
ist die kurze Widergabe einer
Nachricht, die kaum mehr als
die journalistischen sechs
W-Fragen
- Wer?
- Wann?
- Wo?
- Was?
- Wie
?
- Warum?
beantwortet.
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Nachricht |
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Eine
hierarchisch aufgebaute,
sachliche Information über
interessante Neuigkeiten
(Tatsachen!), die man der
Redaktion hat zukommen lassen. |
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Publizieren |
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Fachjargon:
veröffentlichen |
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Recherche |
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Ermittlungs-
und Nachforschungsarbeit eines
Journalisten oder einer Gruppe
von Redakteuren |
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Redaktionsschluss |
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Annahmeschluss
von Beiträgen für eine
bestimmte Ausgabe einer
Zeitung. |
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Redigieren |
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Das
Bearbeiten von Manuskripten. |
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Reportage |
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Auch
das Wort Reportage hat - je
nach Medium - unterschiedliche
Bedeutung. Im engeren Sinne
hat die Reportage bei
Zeitungen und Zeitschriften
einen ähnlichen Charakter wie
eine Nachricht, jedoch darf
die Reportage auch subjektive
Färbungen enthalten. Das
Urteil wird jedoch dem Leser
überlassen. Außerdem muss
eine Reportage nicht
hierarchisch aufgebaut sein. |
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Schlussredaktion |
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In
größeren Redaktionen überprüft
die Schlussredaktion die
Manuskripte - etwa im Hinblick
auf das Layout oder die
orthografische und
grammatikalische Korrektheit. |
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Schusterjunge |
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Das
Wort hat nichts mit einem
Schuster zu tun. Es umschreibt
den Effekt, dass die letzte
Zeile der Spalte die erste
Zeile des neuen Absatzes
ist... - was einfach nicht schön
aussieht. |
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Spiegel |
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Spiegel
ist das Synonym für das
Layout einer Seite. Es ist häufig
auch die verkleinerte oder
schematische Darstellung
dessen, wie später einmal die
Seite aussehen soll. |
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Teaser |
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Teaser
kommt aus dem Englischen und
bedeutet wörtlichübersetzt
so viel wie "reizen,
necken". In der Zeitung
bzw. in Zeitschirften ist
damit ein Kasten gemeint, der
auf eine bevorstehende Veröffentlichung
hinweist. |
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Titel |
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Die
Bedeutung Titel ist an sich
klar; es überrascht nur
viele, was mit Titel alles
gemeint sein kann: 1. Die
Überschrift / Schlagzeile
eines Artikels, 2. Der
Kopf der Titelseite 3.
Der Kopf einer Unterseite 4.
Das Deckblatt (Cover) |
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Umbruch |
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Begriff
für alles, was unter den
Rubriken Layout, Seitenmontage
und Positionierung von
Bildern, Texten und Anzeigen
zusammengefasst werden kann. |
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Überlauf |
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Der
Teil des Textes, der auf der
anderen Seite weiterläuft.
Kommt bei Zeitungen so gut wie
nie vor; bei Zeitschriften üblich. |
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Verleger |
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Der
oder die Inhaber eines
Verlages |
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Vorspann |
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Meist
fett gedruckter, auch kursiver
Voraustext mit zwei völlig
verschiedenen Funktionen: 1.
Bei manchen
Zeitungen/Zeitschriften fasst
der Vorspann den nachfolgenden
Artikel zusammen 2. Bei
anderen
Zeitungen/Zeitschriften soll
der Vorspann das Thema anreißen,
den Leser neugierig machen und
zum Lesen des ganzen Artikels
animieren. |
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Zwischentitel |
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Der
Zwischentitel ist eine kleine
Überschrift im Text. |
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